Das Projekt COSP-HR im Fokus

COSP-HR_03-hdpiAm Montag, den 10. Juli 2017 präsentierten Isabelle Schlesser und Gaby Wagner, Direktorin und stellvertretende Direktorin der ADEM in Anwesenheit der Minister Lydia Mutsch, Corinne Cahen und Nicolas Schmit sowie des Präsidenten des COSP, Fritz Remackel, das Projekt COSP-HR (Centre d’orientation socio-professionnelle – Handicap et Reclassement). Mit diesem Projekt soll die berufliche Orientierung und Integration in den Arbeitsmarkt von Arbeitsuchende mit dem Statut eines behinderten Arbeitnehmers oder eines Arbeitnehmers mit Ewerbsminderung verbessert werden.

Das Projekt COSP-HR wurde Anfang 2017 auf Initiative der ADEM ins Leben gerufen und wird vom Europäischen Sozialfond, dem Ministerium für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft sowie dem Ministerium für Familie, Integration und Großregion kofinanziert. Arbeitsuchende mit Behinderungen oder eingeschränkter Arbeitsfähigkeit werden bei der Feststellung ihrer Fähigkeiten und ihrer beruflichen Orientierung von erfahrenen Mitarbeitern und Ärzten des Rehazenter, des Centre Hospitalier Neuro-Psychiatrique und vom COSP unterstützt. Der Unternehmerverband UEL sowie das INDR (Institut National pour le Développement Durable et la Responsabilité Sociale des Entreprise) beteiligen sich ebenfalls an diesem innovativen Projekt.

"Dieses Projekt ist besonders wichtig für uns, damit wir einen aktuellen Überblick über die Fähigkeiten der Arbeitsuchenden, die über den Statut eines behinderten Arbeitnehmers oder eines Arbeitnehmers mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit verfügen. Das erleichtert ihre berufliche Orientierung, sei es auf dem Arbeitsmarkt oder bei anderen Maßnahmen, die auf die jeweilige Situation der Betroffenen angepasst sind." betont Isabelle Schlesser, Dirketorin der ADEM.

Gaby Wagner, stellvertretendene Direktorin der ADEM, erläuterte im Folgenden, wie das Projekt in der Praxis funktioniert: "Die Teilnehmer durchlaufen während eines Zeitraums von zwei Monaten beim COSP mehrere Stationen zur Feststellung ihrer individuellen Fähigkeiten und beruflichen Perspektiven. Dabei werden ihre Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen berücksichtigt. Auf dem Programm stehen beispielsweise Workshops, bei denen die Teilnehmer lernen, ihre kommunikativen Fähigkeiten und ihr Selbstwertgefühl zu verbessern. Aber auch technische Workshops, wie zum Beispiel eine Rückenschule, Sprach- oder Informatikkurse werden angeboten. Am Ende des Besuchs beim COSP wird ein Bewertungsbogen ausgestellt, der über die Fähigkeiten und Eignungen der einzelnen Teilnehmer Auskunft gibt und auch Empfehlungen für die berufliche Orientierung bietet.

Für Fritz Remackel, Präsident des COSP, fügt sich dieses Projekt perfekt ein in die Aufgaben, die dem COSP vom Ministerium für Abeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft übertragen wurden.

Corinne Cahen, Familien- und Integrationsministerin, betonte in ihrem Redebeitrag: "Dieses innovative Projekt trägt dazu bei, die berufliche Orientierung von Menschen, die oftmals Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben, zu verbessern. "Es ist ein Mittel zur Förderung der sozialen Inklusion von benachteiligten Menschen, indem sie dazu motiviert werden, sich beruflich zu betätigen. Die Motivation kommt insbesondere daher, dass den Betroffenenen klar wird, über welche Fähigkeiten und Kräfte sie trotz ihrer Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkung verfügen."

Die Arbeitsuchende, die das Statut eines Arbeitnehmers mit Behinderung oder eingeschränkter Arbeitsfähigkeit haben und gesundheitlich dazu in der Lage sind, auf dem normalen Arbeitsmarkt eine Stelle anzutreten, werden zu speziellen Bewerbertagen eingeladen, bei denen sie in Form eines "Speeddating" die Möglichkeit haben, potentielle Arbeitgeber zu treffen. Unternehmen können bei dieser Gelegenheit ebenfalls Bewerber kennenlernen, die ihren Anforderungen entsprechen. Außerdem erhalten sie Informationen über finanzielle Hilfen, die sie aufgrund der Eingliederung von Arbeitnehmern mit Statut erhalten können.

Gesundheitsministerin Lydia Mutsch betonte: "Jede Person muss Zugang zur Arbeitswelt haben mit einer Stelle, die auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst ist. Das ist ein wichtiger Faktor für die Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden, gerade für Personen, die an physischen oder psychischen Problemen leiden.

Ich möchte in diesem Sinne besonders die optimale Zusammenarbeit mit dem Rehazenter und dem Centre Hospitalier Neuro-Psychiatrique hervorheben, die mulitdisziplinär zugunsten der Arbeitsuchenden, die Schwierigkeiten beim Zugang zum Arbeitsmarkt haben, zusammenarbeiten.

Seit Projektbeginn haben 83 Arbeitsuchende die zweimonatige Feststellungs- und Orientierungsphase beim COSP abgeschlossen und ihre Empfehlungen für die Berufsorientierung erhalten. 50 Personen haben eine Empfehlung für den normalen Arbeitsmarkt erhalten, 25 Personen eine Empfehlung für Sozialinitiativen und acht Personen wurde der Besuch einer Behindertenwerkstatt, einer Therapie, einer Weiterbildung, einer Umschulung oder der Bezug einer Invalidenrente empfohlen.

Für Gaby Wagner sind die ersten Projektergebnisse erfolgsversprechend, zumal 15 Teilnehmer bereits von Unternehmen eingestellt worden sind.

« Schlussfolgerung von Nicolas Schmit : Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um einen Appell an alle Unternehmen zu richten, die Bewerber suchen, die dem Arbeitsmarkt sofort zur Verfügung stehen: Wenden Sie sich an die ADEM! Zwei spezielle Arbeitgeber-Beraterinnen stehen Unternehmen als Ansprechpartner zur Verfügung und helfen bei der Einstellung von Arbeitnehmern mit Behinderung oder eingeschränkter Arbeitsfähigkeit. Ich möchte mich an dieser Stelle ebenfalls bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des COSP bedanken, die sich bereit erklärt haben, diese neue Aufgabe zu übernehmen.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 10-07-2017