Inkrafttreten des Gesetzes zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit sowie Änderungen im Arbeitsgesetz

Mit dem Gesetz vom 20. Juli 2017 zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit wurde ein neues Förderinstrument (die "emplois d'insertion") eingeführt. Außerdem wurden einige Änderungen im Arbeitsgesetz (Code du Travail) vorgenommen:

  1. Finanzielle Hilfe zur Schaffung von Arbeitsplätzen zwecks Eingliederung von Langzeitarbeitslosen
    Der Staat, öffentliche Einrichtungen ("établissements publics"), Kommunen, Gemeindeverbände, Vereinigungen ohne Erwerbszweck ("Asbl"), Stiftungen sowie Sozialunternehmen ("sociétés d'impact sociétal avec 100% de parts d'impoact) können eine finanzielle Hilfe erhalten, wenn sie einen Langzeitarbeitslosen, der seit mindestens 12 Monaten bei der ADEM arbeitslos gemeldet ist, im Rahmen eines unbefristeten Vertrags (CDI) einstellen.

    Weitere Informationen: http://www.adem.public.lu/de/employeurs/demander-aides-financieres/embaucher_cld/index.html

  2. Finanzielle Hilfe zur Förderung der Einstellung von älteren Arbeitslosen (Ersattung der Sozialversicherungsabgaben)
    • Verpflichtung zur Meldung der offenen Stelle im Vorfeld
    • Änderung bei der Alterskategorie: Die Förderung wird für die Einstellung eines Arbeitsuchenden gewährt, der das 45. Lebensjahr vollendet haben muss.
    • Änderung der Erstattungsdauer
    • Erstattung erfolgt nur für den Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsabgaben
    Weitere Informationen: http://www.adem.public.lu/http://www.mj.public.lu/ de/employeurs/demander-aides-financieres/embaucher_de_45-ans/embaucher-cho-age

  3. Berufsbildungspraktikum Die Altersgrenze für die Bewilligung eines Berufsbildungspraktikums wurde auf 30 Jahre herabgesetzt (früher lag sie bei 45 Jahren) Weitere Informationen: http://www.adem.public.lu/fr/employeurs/demander-aides-financieres/stage-professionnalisation-employeur

  4. Temporäre vergütete Beschäftigung (Occupation temporaire indemnisée - OTI)

    • Die Dauer einer OTI-Maßnahme ist befristet auf sechs Monate, einschließlich Verlängerung.
    • Innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten kann der Arbeitgeber ("promoteur") nur eine OTI-Maßnahme für dieselbe Arbeitsstelle beantragen.
    • Alle Zuschläge zum Gehalt (Nachtarbeit; Überstunden, usw.) gehen zu Lasten des Arbeitgebers.
    • Der Anspruch auf Arbeitslosengeld wird um die Zetspanne verlängert, in der die OTI-Maßnahme während der ursprünglichen Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes tatsächlich durchgeführt wurde.
    • Bei Arbeitslosen, die alter als 50 Jahre sind, besteht die Möglichkeit einer jeweils 12-monatigen Verlängerung der OTI-Maßnahme, gegebenenfalls bis zum Eintritt in das Rentenalter. Über die Verlängerung der OTI-Maßnahme entscheidet die Direktorin der ADEM.
    • Personen, die im Rahmen einer OTI-Maßnahme vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes eingestellt wurden, werden weiterhin nach den Maßgaben der alten Gesetzgebung behandelt.
      Weitere Informationen: http://www.adem.public.lu/de/demandeurs-demploi/aides-financieres-mesures/mesures-emploi/oti

Die ADEM steht allen Personen, die Fragen zu dem neuen Gesetz haben, unter den Telefonnummern 247-88000 (Arbeitgeber) und 247-88888 (Arbeitsuchende) zur Verfügung.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 07-08-2017