Finanzielle Hilfe zur beruflichen Weiterbildung

Zielgruppe

Jeder Arbeitsuchende, unabhängig davon ob er Arbeitslosengeld erhält oder nicht, kann unter gewissen Voraussetzungen bei der ADEM eine finanzielle Hilfe zur beruflichen Weiterbildung beantragen. Die Kosten der Weiterbildung werden in diesem Fall teilweise von der ADEM übernommen.

Voraussetzungen

Vor Beginn der beabsichtigten beruflichen Weiterbildung muss der Arbeitsuchende einen Antrag bei seinem zuständigen ADEM-Berater einreichen. Folgende Unterlagen müssen dem Antrag beigefügt werden:

  • Begründung, warum die beabsichtigte Weiterbildung vorteilhaft für die angestrebte Beschäftigung ist
  • Vollständiger Lebenslauf
  • Name und Adresse des Weiterbildungsinstituts und Begründung, warum diese Einrichtung ausgewählt wurde
  • Detailliertes Programm der Weiterbildung
  • Dauer der Weiterbildung (Anfang und Ende)
  • Kosten der Weiterbildung, Steuern einbegriffen;
  • gegebenenfalls Informationen zu dem Zeugnis/Diplom, das nach Absolvierung der beruflichen Weiterbildungsmaßnahme ausgestellt wird.

Der Antrag wird zur formellen Bewilligung von der ADEM an das Ministerium für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft weitergeleitet. Diesem Antrag werden folgende Stellungnahmen beigefügt:

  • eine Stellungnahme des für den Antragsteller zuständigen ADEM-Beraters
  • eine Stellungnahme des für die berufliche Weiterbildung zuständigen Ministeriums

 Wichtig Der Arbeitsuchende muss zunächst die gesamten Kosten der Weiterbildung vorfinanzieren.

Beantragung

Nach erfolgreicher Beendigung der beruflichen Weiterbildung kann der Arbeitsuchende einen Antrag auf Erstattung der Weiterbildungskosten stellen. Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • Zahlungsbeleg der Weiterbildungskosten
  • Bescheinigung über die Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme (ausgestellt vom Weiterbildungsträger)
  • Beglaubigte Kopie des Zeugnisses oder der Abschlussbescheinigung
  • Bankverbindung des Arbeitsuchenden
  • Eidesstattliche Erklärung des Arbeitsuchenden, dass keine anderweitige Förderung aus öffentlichen Mitteln für diese Weiterbildung gewährt wurden
  • Kopie der Zustimmung des Ministeriums zur Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme

Höhe und Dauer der Erstattung

Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen zur Erstattung der Weiterbildungskosten durch die ADEM, tätigt das Ministerium für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft die Rückerstattung von

  • 75% der Weiterbildungskosten bis zu einem maximalen Betrag, der dem monatlichen Mindesteinkommen für nicht-qualifizierte Arbeitnehmer entspricht.
  • die verbleibenden 25% können unter bestimmten Bedingungen erstattet werden.
  • Wenn nicht vom Ministerium für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft anderweitig entschieden, kann die Dauer der Rückerstattung 12 Monate nicht überschreiten.

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